Ihr Spezialist als Landwirtschaftliche Buchstelle

Das Steuerrecht für Land- und Forstwirte muss eine Vielzahl von Problemen berücksichtigen, die bei der Besteuerung anderer Personenkreis und Wirtschaftszweige nicht auftreten. Für Land- und Forstwirte sind daher besondere gesetzliche Bestimmungen und rechtliche Beurteilungen von Bedeutung, die sich vielfältig auswirken. Die Ursache für die Sonderproblematik liegen einmal in den Besonderheiten der land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeit selbst. So weisen die landwirtschaftlichen Betriebe noch zahlreiche typische Eigenarten auf, die sie von der übrigen Wirtschaft unterscheiden. Beispielhaft seien genannt: Festsetzung von Obergrenzen bei der Tierzucht und Tierhaltung, Förderung von landwirtschaftlichen Zusammenschlüssen, erhöhte Steuerfreibeträge, eine eigene Gewinnermittlungsart und die Pauschalierung in der Umsatzsteuer.

Auch ist der Grund und Boden ein maßgeblicher Produktionsfaktor und unterliegt daher etlichen nur in der Land- und Forstwirtschaft auftretenden Spezialregelungenbei der Bewertung und Umstrukturierungsvorgängen. Eine weitere Herausforderung für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sind die extremer werdenden Wetterbedingungen und die damit einhergehenden Unwetter.  Auch für diese Ereignisse wurden steuerliche Spezialregelungen geschaffen, wie besondere Steuersätze bei außerordentlichen Einkünften in der Forstwirtschaft.

Daneben ist die deutsche Agrarpolitik  mittlerweile untrennbar verbunden mit der gemeinsamen Agrarpolitik der EU. Danach werden landwirtschaftliche Betriebe gefördert, so z.B. durch Direktzahlungen oder Greenings. Daneben stehen deutsche staatliche Mittel zur Förderung der ländlichen Entwicklung. Aber auch diese Strukturhilfen konnten den in der Landwirtschaft andauernden Wettbewerbsdruck und die Tendenz der Konzentration auf Großbetriebe nicht bremsen.

Da in Oberfranken die land- und forstwirtschaftliche Struktur durch eher kleinere Familienbetriebe geprägt ist, ist für Sie ein verlässlicher und fachkundiger Partner an Ihrer Seite doppelt wichtig. Wir bieten daher als landwirtschaftliche Buchstelle umfassende Beratung in folgenden Bereichen:

  • Landwirtschaftliche Buchführung:  Wir führen Ihre landwirtschaftliche Buchführung oder Naturalbuchführung und erstellen Ihren Jahresabschluss oder BMEL-Jahresabschluss unter Verwendung des Spezialkontenplans für land- und forstwirtschaftliche Betriebe.
  • Gewinnermittlungsart:  Erfüllen Sie die Voraussetzungen einer Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen (§ 13a EStG), beraten wir Sie, welche Gewinnermittlungsart steuerlich die vorteilhafteste für Sie ist, und nehmen ggf. die Umstellung mit Ihnen vor.
  • Abgrenzung zur Gewerblichkeit: Vermarkten Sie nicht nur eigene Produkte, sondern kaufen Sie auch Produkte zu – häufig gerade im Bereich Gartenbau – unterstützen wir Sie bei der Gestaltung und/oder dem Umfangs des möglichen Zukaufs, damit Sie nicht ungewollt mit Ihrem gesamten Betrieb in die Gewerblichkeit rutschen.
  • Sondernutzungen wie beispielsweise Teichwirtschaft, Imkerei oder Obst- und Gemüsebau: Aufgrund der hier existierenden Spezialregelungen erarbeiten wir mit Ihnen die optimale Art, den Gewinn zu ermitteln und Ihren Boden und Betrieb zu bewerten. 
  • Tierhaltung und Tierzucht: Egal ob Sie Rinder, Schweine, Pferde oder Kleintiere wie Hühnerzüchten oder halten, wir steuern Sie sicher durch die damit verbundenen steuerlichen Probleme wie die Höchstgrenzen an Vieheinheiten oder die Abgrenzung zum gewerblichen Reitbetrieb. Auch Pensionstierhaltung oder Tierhaltungsgemeinschaften gestalten wir für Sie.
  • Forstwirtschaft: Die Forstwirtschaft ist durch extrem lange Produktionszyklen geprägt und noch mehr als andere Bereiche der Land- und Forstwirtschaft von natürlichen Verhältnissen wie Boden, Gelände und Klima abhängig. Auch sind die bewirtschafteten Flächen in der Regeln deutlich größer. Daraus ergeben sich steuerrechtliche Probleme bei der Bestimmung des Ertrags und bei der Bewertung des Baumbestandes.  Wir ermitteln Ihre steuerlich begünstigten Einkünfte aus Holznutzung wie beispielsweise die außerordentliche Kalamitätsnutzung und verhelfen Ihnen zu Ihrem Steuervorteil.
  • Pauschalierung der Umsatzsteuer:  Im Rahmen der Umsatzsteuer entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, ob Ihnen die Pauschalierung der Umsatzsteuer nach Durchschnittssätzen Vorteile bietet. Wir erläutern Ihnen das Verfahren und gestalten Ihre Betriebsabläufe entsprechend. Bei Abgrenzungsproblemen zu anderen regelbesteuerten Unternehmensteilen, Lohnarbeit oder Zukauf prüfen wir mit Ihnen die korrekte umsatzsteuerliche Behandlung Ihrer Tätigkeiten.
  • Veräußerung von Grundstücken:  Wir beraten Sie steuerlich und betriebswirtschaftlich bei der Veräußerung oder Entnahme von landwirtschaftlichen Grundstücken. Aufgrund langjähriger Erfahrung in diesem Bereich unterstützen wir Sie bei einer marktgerechten und möglichst steuergünstigen Gestaltung der Veräußerung. Auch die steuerliche Bewertung von Ihrem Grundvermögen ist für uns kein Buch mit sieben Siegeln.
  • Betriebsübergabe: Für die Vererbung oder Übertragung land- und forstwirtschaftlichen Vermögens gelten landrechtliche Spezialvorschriften. Wir gestalten mit Ihnen langfristig die Übertragung auf die nächste Generation durch Instrumente wie Beteiligungen, Nießbrauch, Verpachtungen oder vorweggenommene Erbfolge. Wir sind Ihnen bei der Vertragsgestaltung und Umsetzung ebenso behilflich wie wir auch Ihrem Nachfolger bei seinen ersten Schritten zur Seite stehen.

BMEL Jahresabschluss

Der BMEL-Jahresabschluss ist für Betriebe aller Rechtsformen der Branchen Landwirtschaft, Weinbau, Gartenbau und Fischerei anzuwenden. Er dient als einheitliche Datengrundlage für Betriebsvergleiche, für die Beratung, für den Agrarbericht und für die Statistik.

Nachfolgeplanung

Der Wechsel der Generationen ist ein große Aufgabe für jedes Unternehmen – wir helfen Ihnen dabei, die Weichen richtig zu stellen. Die steuerliche Belastung der Übertragung eines Landwirtschaftlichen Betriebes kann sowohl auf der Seite des Übernehmers / Erwerbers als auch auf der Seite des Übergebers / Veräußerers durch geschickte Steuerplanung minimiert werden.

“Landwirtschaftliche Buchstelle” – was heißt das?

Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, Rechtsanwälte und niedergelassene europäische Rechtsanwälte können auf Antrag berechtigt werden, die Bezeichnung „Landwirtschaftliche Buchstelle“ zu führen, wenn sie eine besondere Sachkunde auf dem Gebiet der Hilfeleistung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe im Sinne des Bewertungsgesetzes haben (§ 44 Abs. 1 StBerG). Die „Landwirtschaftliche Buchstelle“ ist eine amtlich verliehene Bezeichnung, die gem. § 161 StBerG geschützt ist und nur in Verbindung mit der Berufsbezeichnung geführt werden darf. Die Befugnis zur Führung der Bezeichnung „Landwirtschaftliche Buchstelle“ wird in das Berufsregister der Steuerberaterkammer eingetragen.